Willkommen in Uganda

Willkommen in Uganda

Nachtrag: Kenia wollte nicht loslassen

Zuerst verlängerte sich unser Aufenthalt in Maralal unfreiwillig um 5 Tage aus, sagen wir mal, gesundheitlichen Gründen. (Eingeklemmter Nerv hier, LWS-Probleme dort…) Und dann hat sich herausgestellt, dass der defekte Wärmefühler nicht zu reparieren ist. Diese Antiquität funktioniert noch mit einer Spezialflüssigkeit, die in einem hauchdünnen Metallschläuchlein zum Anzeigeinstrument im Armaturenbrett geleitet wird.

In ganz Kenia ist dieses Teil nicht aufzutreiben – also: In Deutschland bestellen. Und da in Afrika alles bekanntlich etwas länger dauert, haben wir noch eine Woche Warteschleife in Eldoret gedreht. Wir machten noch einen Zwitscherstop (Vogelbilder) am Lake Baringo, der in den letzten Jahren um 7 Meter anstieg und von Krokos und Hippos nur so wimmelt. Dann ging es aber endlich über verdächtig nasse Pisten in Richtung Uganda.

Einreise

Am winzigen Grenzübergang Suam lief die Aus- und Einreise dann quasi im familiären Rahmen über die Bühne. Freundlichstes Personal, zügigste Abfertigung und nicht mal einen Blick ins Fahrzeug geworfen. Aus- und Einreise in 30 Minuten, Idealumstände also.

Die grosse Schlammschlacht am Mount Elgon

Nach wenigen Kilometern haben wir dann im Hof des Regionalcouncil von Bukwo übernachtet, wo man sich rührend Gedanken um unsere Weiterreise machte und am nächsten Morgen per Telefon die Befahrbarkeit der Strecke erfragte. Die steckengebliebenen LKW seien geborgen, hiess es und wir sollten losfahren, denn der Regen kommt bald.

Die Piste war noch durchweicht vom Vortag und unter einer dünnen getrockneten Kruste befand sich die reinste Schmiere. Insgesamt haben wir für die 60 Kilometer dann zwei Tage gebraucht und was für Tage. Teilweise sind wir mit 1,5 Km/h in Zeitlupe gekrochen, da jede hektische Bewegung sofortiges Abrutschen verursacht hätte. Dann wieder mit Karacho den Hang nach oben, über Felsenkuppen, gross wie liegende Kühe. Voll auf dem Gas stehend, mit 4 durchdrehenden Reifen und rein reflexgesteuerten Lenkbewegungen – der reinste Eiertanz.

Zweimal sind wir dann doch steckengeblieben. Einmal, nachdem wir jemanden geborgen hatten und ihn dann durch den Graben umfahren wollten, aus dem die Molly dann nicht mehr herauswollte. Und ein andermal, nachdem wir freiwillig zum Frühstück stoppten, auf einer Wiese am Fluss, die sich dann aber als Moor outete, nachdem die Hinterräder durch die Grasnabe ins Wasser einbrachen. Jedesmal bedurfte es der Hilfe einer ganzen Dorfbevölkerung um wieder flott zu werden. Die Strecke war das reinste Adrenalinbad und selbst die Rallyeerfahrung von zwei Breslaus konnte nur unzureichend auf diese Schlacht vorbereiten. 7 Tonnen Gemischtes über Schmierseife neben Abgründen zu juckeln ist echt nichts für schwache Nerven.

Fassungslos sahen wir auch den anderen Verkehrsteilnehmern zu: Jeeps oder Sammeltaxis mit 4WD, die mit einer Tonne Mensch beladen, quer zur Fahrbahn an uns vorbeirutschten, oder ein Motorradfahrer samt Ladung, der beim Überholversuch quasi genau vor unserem rechten Vorderrad stürzte… das war vielleicht knapp.

Als wir dann am zweiten Tag bei gerade einsetzendem Regen den Asphalt des Ortes Kapchorwa erreichten, hätte die Erleichterung nicht grösser sein können.Erstmal zwei Tage relaxen und einen Ausflug zu den Sipi Wasserfällen machen.

Erste Eindrücke von Land und Leuten

Uganda ist deutlich gepflegter und aufgeräumter als Kenia und sehr fruchtbar. Die Landschaften bisher sind hügelig und satt grün. Bananen sind omnipräsent und es wird auch Kaffee angebaut. Die Menschen, denen wir hier begegnen wirken, im Vergleich zu unseren Begegnungen in Äthiopien und Kenia, zurückhaltender.Die Stimmung ist freundlich.

Der vegetarische Hund

Maffel sitzt morgens zum Frühstück parat und erbettelt sich Haselnüsse und Mandeln aus dem Müsli. Diese werden auch bedächtig gekaut, wie sonst nichts anderes. Und im Laufe unserer Versuche hat sich dann herausgestellt, dass er einer ganzen Menge an Vegetarischem zugeneigt ist: Z.B.: Papaya, Banane und Wassermelone. Und gemüseseits: Tomaten- und Gurkensalat, auch gekochte Karotten und Kartoffel und Avocados. Fortsetzung folgt.

Addendum: Kenya did not let us go

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