Der Sudan

Der Sudan

Ausreise aus Ägypten

Am Samstag haben wir unsere Laster abgemeldet und ausgeführt und samt Hund mit einer Lastbarke auf den Weg gebracht. Das ging vergleichsweise zügig und wir waren bereits um 14 Uhr zurück. Eine Nacht im „Old Cataract“ Hotel war dann auch noch echt schick. Der Schuppen gilt auch als bestes Hotel Ägyptens, zumindest lt. Tripadvisor. Der Nilblick von unserem Zimmer aus, war auch wirklich toll und das Frühstücksbuffet opulent.
Unser ägyptischer Fixer Kamal hat uns dann am Sonntag vorbildlich auf die Passagierfähre geschleust, was dann doch den ganzen Tag dauerte. Das Gedränge beim Betreten des Pottes war phänomenal und nichts für zarte Gemüter. Katja und ich haben dann noch die letzte „First Class“ Kabine erwischt (540 statt 325 Pfund), was immerhin bedeutete, dass wir eine Türe hinter uns schliessen und die kommenden 18 Stunden vergleichsweise ungestört verbringen konnten. Zweimal Personenkontrolle und zweimal Essen (naja…) gebracht/geholt. Die dauerlaufende Klimaanlage liess sich mit Schwimmwesten entschärfen und gegen das Getöse des munteren sozialen Umfeldes half das gute alte Oropax. Ana und David unterstützten in dieser Nacht noch die Portugiesen, die unnötig grosse Weinvorräte zu vernichten hatten, da der Sudan quasi alkoholfrei ist und Einfuhr des Stoffes streng verboten. Die beiden verbrachten ihre Zeit dann auch nicht in den Massenunterkünften, sondern auf Deck, im Schatten der Schiffsbrücke.

Ankunft in Wadi Halfa

Bei unserer Ankunft wurden wir von Mazar in Empfang genommen, unserem Sudanesischen Fixer. Die Aussentemperatur lag bei ca. 45 Grad und die Wartezeit bei 2-3 Stunden. (Ohne Fixer vermutlich bei 10-12…) Maffi, der ja auf dem Schubschiff der Lastbarke mitgefahren ist, war dann echt derangiert und gestresst. Hitze, Lärm, fremde Leute und keine Bewegung haben ihm schon arg zugesetzt. Hat sich dann aber schnell erholt, der Gute. Eine Nacht im Hotel und am nächsten Morgen die LKW aus dem Zoll geholt, auch wieder 2-3 Stunden, alles lässig. Die Fixer haben auch keine festen Tarife, sie wenden den fiesen Psychotrick an: „Pay, what you think, it’s worth…“

Unterwegs im Sudan

Ab jetzt fühlt sich alles viel entspannter an. Die Nubier sind sowohl wahnsinnig freundlich, als auch zurückhaltend. Irgendwo anhalten und übernachten ist kein Problem. Der Sudan ist ja auch muslimisch, aber was hier zum Gebet von den Minaretten tönt ist, (zumindest Wochentags, wurde mir gesagt) richtig melodiös und geradezu schön anzuhören.Die Strassen sind ziemlich gut und der Verkehr halb PKWs, halb LKWs (langsam). Richtig gefährlich sind allerdings die grossen Reisebusse, chinesischer Herstellung, die tatsächlich mit über 160 Sachen über die Strassen rauschen. Die Verbindungswege durch die Wüste, welche die Nilkurven abkürzen bieten tolle Wüstenpanoramen unterschiedlichster Art. Da kann man dann auch mal eine Stunde fahren , ohne jemandem zu begegnen. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind hier natürlich läng des Nils, Pyramiden, von denen im Sudan angeblich mehr stehen als in Ägypten, allerdings eher mickriger Statur, da wurde wohl noch geübt…

Khartoum

Die sudanesische Hauptstadt macht einen gut entwickelten Eindruck. Erstaunlich ist: Kein Mensch hupt hier. Wir haben Quartier genommen im „German Guesthouse“. Das war mal Quartier der UN-Hubschrauberpiloten und ist jetzt ein gepflegter Platz mit Pool, Vollpension und: Bier! Abgesehen von Botschaften, wohl der einzige Platz, an dem Alkohol geduldet wird. Der äthiopische Inhaber musste aber neulich, nachdem bei einer Razzia zwei Einheimische unter den Gästen entdeckt wurden 40 Peitschenhiebe einstecken. Andere Länder, andere Denkzettel…
Nachdem beim Dusty schon wieder eine Dichtung an der Hinterachse Probleme macht, wird der in eine Werkstatt geschafft und wir bleiben wohl erstmal ein wenig hier in Khartoum. Die Temperatur steigt täglich und bald werden es 45 Grad sein. Es lebe die Klimaanlage und das gekühlte Getränk. 🙂

Leaving Egypt

On saturday Kamal finalised the process of deregistering our cars and returning our egyptian drivers licenses. We went to the harbour together, spent a couple of hours, paid for the barge, and were able to drive our cars personally onto the barge. It went quite smoothly, and the harbour looked deserted, one day before supposed chaos would brake out, when the passenger ferry would leave.

So the following day we went quite early to the harbour again, this time waiting to board the ferry ourselves. It was easy enough, since Kamal and Mahmut did a super job in organising everything perfectly. We just had to pay for the ticket, show our passports a couple of times, sit around and wait a lilttle. Getting on to the ferry is a push fest. People literally scream push-push-push while there is people with huge pieces of luggage, be it TVs, bicycles or beds moving contra flux. Even some fists were flying, but as a foreigner you just have to worry about not tripping.

The ship only left around 18:00. Kamal told us to pay the captain a little extra in order to be able to stay next to the bridge, where there was a little bit more space, and a bit of shadow. So for 50 EGP each, we were bumped up to „upper“ class. There we spent a fantastic night with our new found portugnol friends, drinking „coca cola“ and sleeping under the stars. The travel was straight forward, with one stop as we entered sudanese waters.

Arriving in Wadi Halfa came as a shock to us all. It was very strange how the 39 degrees C in Egypt were suddenly feeling like winter in comparison to the weather in Wadi Halfa. The heat was like a chainmail, uncomfortable, heavy, claustrophobic. The water from the tap felt like 38 degrees, hot water, no problem. After drinking a moderate amount of „Coca Cola“ with Vitor, our new Portuguese friend, we went to bed late, and had trouble sleeping.

The next morning, we were greeted by more moderate heat. As we found out later, around this time, the approximate 45 degrees of the previous day were not normal for this time of year in Sudan. Our sudanese fixer had arranged for everything, and after a couple of hours we left the harbour with our trucks without any complications.

At this time, due to american sanctions, there is no way to draw money or pay by card anywhere in Sudan. You can change USD or Euros in many places at black market rates, which are much much better than the actual bank rates. You can also exchange EGP, USD, or Euros for SDP easily in Aswan at almost the same rate as in Sudan.

 

Travelling in Sudan

Driving in Sudan is very pleasant compared to Egypt. There really is nothing out of the ordinary, except for speeding long distance buses, which you will find in many countries besides Sudan. Between Atbara and Khartoum there is a lot of traffic with big road train type trucks that are only doing between 30 and 50 km/h, so its sometimes slow going, if you drive a truck yourself because overtaking takes a while.

The people in Sudan, as we had heard before, are very nice, and keep much more to themseleves. You can drive off the road anywhere, and spend the night and go undisturbed. Only keep a healthy distance from pyramids or such attractions.

There is a lot of desert in Sudan, as you would have guessed, and, be warned, we were nearly obliterated by strange tiny mosquitos that you cant hear and barely see. Its like a hybrid between a mozzy and a sand flea. Bad ass…

Khartoum is like most other big cities. Its noisy, smoggy, and big. Yet the traffic is much calmer, and people actually respect each other.

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