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Lesotho

Lesotho

Nachtrag zum Grossbrand

Als das Feuer dann vorbei war und zwar neben sechs Häusern auch einige Menschenleben zu beklagen waren, war der allgemeine Tenor dann aber durchweg positiv: Der Natur täte es gut und wäre notwendig. Den Zusammenhalt in der Bevölkerung hätte es gestärkt und die Kapstädter Feuerwehr will ja sowieso Weltmeister werden. Von den Ursachen, der an mehreren Stellen gleichzeitig ausbrechenden Brände sprach niemand und im Jahr 2000 sei ja auch alles viel schlimmer gewesen… Da kann ich mich nur wundern.

Lesotho allgemein

So und jetzt aber mal wirklich tschüss, Kapstadt. Zu unserem nächsten Ziel brachte uns eine unspektakuläre Anfahrt ein wenig die Küste längs und durch ein Stück Halbwüste der Karoo. Die Einreise in den winzigen Binnenstaat Lesotho war unkompliziert und das Ländchen selbst ist sehr bergig und auch ansonsten landschaftlich meist sehr malerisch. Hier ist es dann wieder etwas ärmlicher, ein wenig trashig, aber nicht dreckig. Die Menschen sind im Schnitt wirklich freundlich und meist sehr fröhlich. Uns blassen Zigeunern wird wieder fleissig zugewunken, sind wir hier doch echt die Ausnahme. Kaum ein Weisser ist zu sehen, selbst in der Hauptstadt Maseru nicht, welche sich uns schwer erschliesst, das eigentliche Zentrum nicht leicht auszumachen.

Schrott

Hier in Lesotho gibt es noch zahllose Schrottplätze, was uns persönlich besonders gefällt. Manche sind richtige Forts aus Schrott und den schönsten konnten wir leider nicht fotografieren, da keine Haltemöglichkeit bestand. Auf diesem wurden scheinbar vornehmlich rote Karossen verwertet, sehr hübsch anzusehen.

Warmduscher

Vor dem Supermarkt einer ansonsten in sonntäglicher Ruhe versunkenen Kleinstadt trafen wir ein Schweizer Paar, welches auf einem voll bepackten Tandem (halb Liegefahrrad) unterwegs war. Die Eidgenossen sind erstmal von ihrer Heimat in die Mongolei geradelt, dann nach Uganda geflogen und runter nach Südafrika gegurkt. Vielleicht treffen wir sie ja noch mal in Namibia, deren nächsten Ziel. Vergleichsweise sind wir da doch in unserer rollenden Luxusbehausung voll die Weicheier und Warmduscher. Wir sagen: „Maximum Respekt!“. Wen es interessiert, der Blog der beiden ist: www.frischlufttour.ch

Erlkönige

Wir staunten nicht schlecht, als wir uns plötzlich mitten in einer Kolonne komplett psychedelisch in schwarz und weiss abgeklebter Oberklasse Limousinen befanden. Rund ein Dutzend Fahrzeuge mit Freiburger Zulassung, wobei diese der Form nach, wohl eher einer Münchner Fabrik entstammen dürften. Nach zwanzig Kilometern war der Spuk dann auch schon wieder vorbei, denn die Armada bog Richtung Grenze ab.

Afriski

Nachdem wir einen Bogen durch den schönen bergigen Norden Lesothos gezogen haben, waren wir stark verwundert, als wir in einer eher mondähnlichen und kargen Landschaft auf 3000 Metern Höhe eine Ansammlung westlicher Architektur inklusive Liftanlagen vorfanden. Afrikas einziges Skiresort, vor etwa 15 Jahren von einem Österreicher gegründet und mit mittlerweile 25 Mitbesitzern ausgebaut, um während der Saison (Juni bis August) 2500 Gäste in Dreitagesschichten durch zu schleusen. Wir haben dort übernachtet und saßen etwas betropft in einem Restaurant, wie es alpiner nicht sein könnte.

Sanipass

Weiter ging es dann Richtung Süden und einer Empfehlung des Reiseführers folgend, fuhren wir zur Sani Mountain Lodge, welche auch den höchsten (und sehr gut sortierten) Pub Afrikas betreibt. Wieder über 3000 Meter hoch und es war arschkalt. (Apropos trinken: Das Bier, Marke Maruti, welches sich als „Der Stolz Lesothos“ bezeichnet ist wirklich sehr schmackhaft und lecker.) Von hier aus wollten wir eigentlich noch einen Abstecher nach Westen in’s Zentrum des Ländchens unternehmen, trafen beim Abendessen aber ein älteres britisches Pärchen, welches just dorther kam. Die sehr steile Piste durch die Berge sei völlig verschlammt und mit dem Landrover kaum zu bewältigen gewesen. Steil ist ja ok und Schlamm geht auch, aber beides zusammen könnte dann doch fatale Folgen haben, wenn die Gravitation an der Molly zerrt und der Schlamm dann das nötige Maß an Reibung verhindert, selbiger entgegen zu wirken… Dann halt nicht und da wir die selbe Strecke auch nicht zurückfahren wollten, sind wir eben den Sanipass nach Osten in Richtung SüdAfrika aus Lesotho ausgereist. War auch spannend: 1000 Höhenmeter in 6 Kilometern auf unbefestigter Strasse nach unten zu zockeln.

Ach und Maffel schreibt uns regelmässig eine Mail. Ihm geht es wunderbar.

Addendum to the big fire

After the burning, which caused several deaths and some houses, mainly positive voices were to hear: It was good and important for the nature. It brought the people together and the Kape Town firefighters want to become worldcampions anyhow. Nobody was asking for the circumstances, that led to the numerous fires, happening at almost the same time and in the year 2000 everything had been worse anyhow… I’m startled about all this.

Lesotho in general

But now it’s really a good bye, Cape Town. To our next destination, we had an unspectacular arrival, along the coast and through the half desert of the karoo. Immigrating into Lesotho was uncomplicated and the country itself has a lot of mountains and is generally very scenic. Over here the people are much poorer, it’s a bit trashy, but not dirty at all. The folks are really friendly and seem quite happy. There is a lot lot of waving again, when they spot us pale gypsies. Even in the capital Maseru, there is hardly a white to see. The place itself is not easy to navigate and we have some difficulties in finding the centre.

Crap

Here in Lesotho there are a lot of Junk yards, which is pleasing me very much. Some of them are built like old western forts, made from crap. Due to no option to stop, we unfortualy could not take a picture from the most attractive one, which obviously favored red vehicles. A nice view, really.

Soft eggs

In front of the a supermarket in a sunday-sleepy town, we met a swiss couple, that was riding a packed tandem bike. These people cycled from their home to Mongolia, flew from there to Uganda and came down to South Africa on their bike. Maybe we meet them again in Namibia, which is their next destination. Compared to them, we are soft eggs in our moving palace. We say: „Maximum respect!“. For those, who are interested, their blog is: www.frischlufttour.ch

Prototypes

We made big eyes, when we suddenly found ourselves driving in-between a dozen of luxury limos, that had been covered with psychedelic black and white stickers all over them. They all had been registered in Freiburg, although they seemed to come from a factory in Munich. After 20 km the whole show was over, when they made their way to the border again.

Afriski

After we made a big bow through the mountains in the north of the country, we were surprised by the view of a bunch of western style houses, that have been built in a lunar deserted landscape, including some ski lifts. Africas only ski resort had been founded some 15 years ago by an austrian guy and is meanwhile owned by 25 people. It is able to host 2500 people in a three-day-rhytme during main season from june to august. There we spent the night and felt a bit funny in the really alpine restaurant.

Sanipass

We moved on southward and due to a recommendation in the travel guide, we drove to the Sani Mountain Lodge, that also contains Africas highest pub, well sorted and also offering „The pride of Lesotho“: Maruti beer, which really is good and very tasty. Again we have been above 3000 meter and it was freezing cold. From here we intended to drive west into the centre of Lesotho, but after diner, we met an elder couplee from Britain, that just came from there. They told us, that the steep track through the mountains is completely muddy and was hardly to make with a Landrover. Steep, ok and muddy, why not, but both together may give a fatal mixture, since there may be no friction to stop gravity from grabbing good old Molly. And driving back the same way, also seemed not so attractive. So we left Lesotho and made it eastward down the Sanipass to South Africa again. Also not too bad: 1000 meter down in 6km on a gravel track. Slowly, slowly.

And Maffioso regulary writes us a mail. He’s very fine.

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