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Trip zu den Moken

Trip zu den Moken

 

Heute haben wir was besonderes vor.

Es gibt hier auf der Insel ein Volk, die Moken, sog. Meeresnomaden, deren Lebensraum auf dem Meer ist.

Das Volk der Moken ist eigentlich staatenlos. Es gibt sie an den Küsten von Myanmar bis hin zu den Inseln von Thailand. Sie führen ein ganz eigenes Leben, das lediglich dem Rhythmus des Meeres folgt. Sowohl in der Fischerei aber auch im Tauchen sind sie sehr gut. Sie sind Meister im Apnoe-Tauchen und besitzen ein viel schärferes Sehvermögen unter Wasser. Nun gibt es eine Foundation, die versucht den Kindern den Zugang in eine Schule zu ermöglichen. In Koh Phayam versteckt hinter Mangroven liegt dieses Dorf der Moken.

Und die besuchen wir. Und nehmen ein paar Süssigkeiten mit für die Kinder.

Mit dem Motorroller, zum Teil Off road, erreichten wir das Dorf. Allerdings war da noch der Fluss , den es zu überqueren galt. Hierzu stand uns eine Ziehfähre, an der wir uns selber auf die andere Seite ziehen mussten, zur Verfügung. Leichter gesagt als getan. Es war zu wenig Wasser im Fluss und wir mussten absteigen und das Ding bis zu einer Stelle schieben, wo das Wasser höher war.

Helfende Kinder

Plötzlich stürmten von der anderen Seite die Moken-Kinder und halfen uns das Floss rüber zu schieben. Voll hilfsbereit und süß. Drüben angekommen, gab es erst mal ein kleines Dankeschön für die Kinder und alle bekamen ein paar Kekse, worüber sie sich sehr freuten und sich artig in die Reihe stellten und sich brav mit gefalteten Händen bedankten „kop kun kah, kop kun kap“. Echt lustig.

Das Areal, 3 Längsbaracken, „Spielplatz“, Klassenzimmer outdoor, wirken etwas vernachlässigt. Die Kinder sind sich selber überlassen und die Kinder sind die ganze Zeit um uns rum und es herrscht ein heiteres Durcheinander. Vielleicht liegt es auch daran, dass gerade noch Ferien sind in Thailand und keine Lehrer oder sonst kein Ansprechpartner vor zu finden ist. Männer sind keine zu sehen, wahrscheinlich gehen sie irgendeiner Arbeit nach, während die Frauen zusammenhocken und ZOCKEN. Ja, die spielen Karten und spielen um Geld. Der Hammer.

Tara und Romi und auch wir beide kommen aus dem Staunen nicht raus, als wir feststellen unter welchen Umständen Menschen leben, im Vergleich auch zu Deutschland.

Wir bedankten uns bei den Kindern, den die waren die eigentlichen Akteure am Platz. Die Frauen zeigten kein grosses Interesse an uns, wir empfanden es aber auch selber als unangenehm, da bei ihnen rum zu laufen. Die Kinder halfen uns noch einmal bei der Fähre und wir gelangten auf die andere Seite des Flusses.

Dieser Besuch hat uns alle sehr beeindruckt und regt zu dem ein oder anderen Gedanken an. Wir wollen auf jeden Fall noch mal herkommen und mit ihnen Musik machen. Mal schauen was es da zu hören gibt.

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