Ans Ende der Welt

Ans Ende der Welt

Patagonien und Feuerland

Sorry liebe Gemeinde, der Thomas schreibt keine Texte und die Katja lädt ihre Bilder nicht hoch und ihr schaut immer wieder hoffnungsvoll auf die Seite und es tut sich nix… Nächstes Mal machen wir einfach einen Email-Verteiler für die Interessierten, damit man weiss, wann es sich lohnt, zu schauen.

Abenteuerlich hat es vor allem die Letztgenannte, denn der wurde eine Schrottmöhre angedreht, die sie richtig in Atem hält. Ob sie aus eigener Kraft wieder Buenos Aires erreicht, steht noch in den Sternen.

Mar del Plata

Robby und ich sind wieder in Argentinien eingereist und über Buenos Aires (noch ein Backgammon kaufen) die Küste runter in Richtung Süden. Die Hauptstadt liegt zwar direkt am Meer, jedoch kann man dort nicht wirklich baden, da der Rio Plata (nebenbei: der breiteste Fluss der Erde) Unmengen an Material mitträgt, das die Meeresküsten auf hunderte Kilometer Länge mit wenig erbaulichem braunen Wasser bedeckt.

So muss der strandhungrige Portenio doch glatt über 400 km fahren, um sich zu vergnügen. Zu diesem Zweck wurde die Stadt Mar del Plata errichtet, eine Ferien Kolonie, in der ausserhalb der Saison immerhin noch 500.000 Menschen leben, die aber zur Urlaubszeit dann mit nochmal 3 Mio Feriengästen vollläuft. Wahnsinn, da sind Alicante, Benedorn und Rimini Kindergeburtstage dagegen.

Der Hauptstädter ist im Rest des Landes wenig beliebt und als arrogant verschrien. Vielleicht ist es dieser Tatsache zu schulden, dass in den 2 Tagen unserer Anwesenheit im Hafen ein Schiff festgemacht hat, das wohl mindestens 3 verweste Wale geladen haben musste. Der bestialische Leichengestank, der über die Stadt wehte war förmlich zu schmecken.
Ein ganzer Trupp Polizisten der sich unserem Parkplatz näherte, outete sich als Bewunderer, unterhielt und informierte uns und gab uns dann auch den ersten Mate-Tee zu probieren. (Schmeckt doch recht ähnlich wie Schwarztee…)

In Monte Hermoso legten wir Dank eines Tipps von Katja noch einen Stop ein. Dort ist angeblich der einzige Platz an der argentinischen Küste, wo man sowohl Sonnenauf- wie Untergang im Meer bewundern kann. Das mit dem Sonnenuntergang jedenfalls können wir bestätigen.

Casa Caracol

Von da ging es westwärts zum Tor zu Patagonien, der Stadt Bariloche. Dort war es landschaftlich eigentlich kaum anders als in der Schweiz. Seen, Berge, schön. Nachdem wir den Ort durchfahren hatten und ein Stück netten Strandes zum Hundespaziergang erspähten, hielten wir vor einem Cafe/Club, haben dort etwas gegessen, getrunken und gespielt und wurden kurzerhand zum Campen in den Garten hinterm Haus eingeladen.

Abends gab es Livemusike, wunderbar. Warum nicht einen oder zwei Tage länger bleiben? Der Hund des Hauses, namens Paco, ein Prachtkerl, vor dem auch Maffel stets strammstand, ging mit zum Strand runter und hat dann doch allen ernstes grosse Steine die ich ins Wasser warf, wieder rausgetaucht. Irre.

Casa Caracol Facebook

Patagonien

Dann sind wir die RN40 runtergegurkt und kamen durch nicht enden wollende baumlose Weiten. Schon eine Kurve war da eine Abwechslung. Rüber auf die RN3, um dann das Stück Chile zu durchqueren. (An der Grenze wurden wieder mal die Eier beschlagnahmt.) Kaum hatten wir mit einer kurzen Fähre die Maggelanstrasse überquert, hat sich die Landschaft dann gewandelt und wurde erheblich spannender.

Tierra del Fuego

Feuerland, Berge, Seen und bizarre Wälder mit bemoosten Bäumen, ein Fest für die Augen. Die Hauptstadt Ushuaia, eine Mischung aus Hafen und Touri-Spot schmiegt sich an die Flanken schneebedeckter Berge. Trotz Sommer ist es hier erheblich frisch. Anderen Overlandern sind wir bisher nicht begegnet, die haben sich zum campen wohl in den nahen Nationalpark abgesetzt, da der kommunale Campground (warum auch immer) geschlossen wurde. Mit Hund darf man in die Nationalparks leider nicht rein. Auf dem Weg sahen wir aber mehrfach Radler. Allein oder zu zweit, mit und ohne Hänger, auf verschlammten Rüttelpisten, bei Regen und Gegenwind… So jemand kann sich hinterher auch ein T-Shirt bedrucken lassen mit: „I survived Fireland“. Masochismus bei der Arbeit, bzw im Urlaub.

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