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Ola Buenos Aires

Ola Buenos Aires

Die Metropole mit ihren rund 13 Millionen Einwohnern ist schon ein Monster von Stadt. Wir befinden uns im Zentrum, nahe des Hafens Puerto Madera, der dem Vorbild anderer Grossstädte, welche am Meer liegen folgend, zu einem modernen Wohn- Geschäfts- und Freizeitgebiet entwickelt wurde. In den anderen drei Richtungen befinden sich jeweils 40 km Häuserwüste. Im Zuge der Feiertage haben wir die Stadt in sämtlichen Zuständen erlebt, von gähnend leer, bis hin zu total überfüllt.

Unfassbar, wie viele Leute sich da durch das enorme Strassengewirr des Zentrums wälzen, inklusive sämtlicher Nebenwege. Die Präsenz von Sicherheitskräften ist allgegenwärtig und vor Taschendieben und Trickbetrügern sind wir gewarnt. Nachts wird gerne mal ein Schaufenster zertrümmert, um sich im Schnapsladen zu bedienen. Auch so eine Bande Strassenjungs kann respekteinflössend sein.

Viele Menschen leben auf der Strasse hier und die „Sauberkeit entspricht in etwa der Berlins. Auffällig ist auch, wie „weiss“ diese Stadt ist. Farbige tauchen höchstens mal als Sonnenbrillenverkäufer in der Szene auf. Architektonisch betrachtet findet man hier ein maximales Durcheinander der verschiedensten Baustile, in allen Stufen der Renovierungsbedürftigkeit, direkt nebeneinander. U.a. viel Neobarock, der an Paris erinnert.

Verkehr:

Zitat aus WikiTravel:
Im argentinischen Straßenverkehr ist große Vorsicht angebracht, da Verkehrsregeln bestenfalls als Anregungen betrachtet werden. Für einen Ungeübten ist es keinesfalls zu empfehlen sich mit dem Auto in Buenos Aires fortzubewegen; auch außerhalb der Metropolregion ist Vorsicht geboten. Die Straßen sind dort oft mangelhaft ausgebaut, werden von Einheimischen jedoch wie Autobahnen benutzt. Seitenstreifen werden oftmals zur zweiten Fahrspur umfunktioniert. Besonders aufmerksam sollte man bei Dunkelheit bezüglich Fahrzeugen mit geringer oder gar ohne Beleuchtung sein. Fußgänger sollten Ampeln lediglich als Empfehlung betrachten. Besonders eigensinnig verhalten sich Busse und Taxifahrer, Fahrräder und Motorräder halten generell nicht, Autos eher widerwillig.

– Zitat Ende

… was uns natürlich nicht daran hindert, die verschiedenen trendigen Stadtviertel, wie Palermo, La Boca oder San Telmo mit unserem Mietwagen zu erkunden.

Es ist Hochsommer und entsprechend heiss hier. Beim Gang durch die Strassen erlangt man aber immer wieder unfreiwillige Erfrischung durch das abtropfende Kondenswasser, der an den Häuserfronten angebrachten Klimaanlagen.
Auch in der „Stadt der steinernen Engel“ war es durch die aufgeheizten Steinmassen, wie in einem Backofen. Dieser Promi-Friedhof ist irgendwie auch ein Abbild der Stadt, völlig unterschiedliche Bauten in Erhaltungszuständen von total vergammelt bis top-gepflegt.

Das Schiff mit unserem Laster hat derzeit etwa eine Woche Verspätung und so müssen wir unsere Studien hier weiter fortsetzen. Besonders im kulinarischen Bereich haben wir da schon einiges „erarbeitet“ 😉 Fazit: Wer etwas anderes als Grillfleisch, oder Pizza will, muss sich selbst hier in der Hauptstadt gut informieren. Überall zu haben sind Empanadas, gefüllte Teigtaschen, wahlweise mit Hackfleisch, Huhn und ganz manchmal mit Spinat.

Da hier gerade die Rallye Dakar gestartet ist, wollten wir natürlich auch dabei sein. Aber kaum hatten wir die Prolog-Strecke, etwa 170km nördlich von B.A. erreicht, wurde das Rennen wegen eines heftigen Unfalls mit Zuschauerbeteiligung abgebrochen. Am Vorabend, als ich noch in Erfahrung bringen wollte, wo genau denn der Prolog stattfindet, standen nahe unserem Hotel ein paar Typen in Peugeot-Shirts zusammen, die ich gefragt habe. Das waren dann u.a. die Herren Peterhansel, Loeb und Sainz, die jetzt die Dakar ganz vorne rocken… Netter Zufall das.

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