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Beachlife in Uruguay

Beachlife in Uruguay

Privates
Weil ja immer alles anders ist und manchmal auch das Timing holpert, sind Katja und ich gerade erstmal in unterschiedlichen Richtungen unterwegs. Den Herren zieht’s an den Strand und die Dame in die Berge. Nachdem wir in den vergangenen fünf Jahren jede Menge Zeit miteinander verbracht haben, ist es jetzt wohl mal soweit, ein wenig Eigenleben einzupflegen. Aber meine Angetraute ist ja auch ein erfahrenes Zigeunermädel und wir werden uns dann schon irgendwo wieder auftreiben. 😉
Kann also sein, dass Bild und Ton hier auf dem Blog erstmal nicht ganz synchron laufen. Da ich aber auch eine kleine Knipse dabei habe, werde ich die Galerie auch ein wenig füttern, denn das Auge isst ja bekanntlich mit.

Raus aus der Stadt
Bei den letzten Erledigungen in der Stadt, hat dann doch echt so ein Rabensack eine kleine Lücke der Aufmerksamkeit genutzt und mir die Navi aus dem Führerhaus gemopst. Gut dass keine Zeit war sich umzusehen, sonst hätte er den Laptop kaum liegen lassen. Auf der Autobahn dann, hatte ich genau rechts vor mir drei Burschen auf knatternden Bikes, ohne Helme selbstredend, die dann abwechselnd bei 80 Sachen das Vorderrad steigen liessen, um mal schnell zwei- dreihundert Meter lang  nen Weehly hinzulegen. Boah, da kommt nicht nur beim Biker Adrenalin auf, sondern auch beim Trucker. Und Blut am Reifen geht gar nicht.

Borderline
Die Einreise über Land nach Uruguay ging eigentlich ganz lässig über die Bühne, gut organisiert und freundlich. Den aufgestellten Schautafeln aber war zu entnehmen, dass Folgendes nicht eingeführt werden darf: Gemüse, Fleisch- und Milchprodukte, Eier und Medikamente für Tiere. Na toll. Der ältere Knabe, der dann den Laster innen inspizierte deutete natürlich erstmal auf die Kühltruhe, schüttelte nach einem kurzen Blick dort rein den Kopf und fragte nach den Papieren für den Hund. Die waren am Start und mit gutmütigem Gegrummel  wurde dann ein wenig in der Kühlbox herumgekramt und darauf hingewiesen, was genau nicht erlaubt ist. Der Schinken ist für den Hund? Na gut. Eier gehen gar nicht, Paprika auch nicht. Hat sie rausgenommen, dann einen Karton Eier wieder zurückgelegt. Und hier, die Butter, echt verboten, merk dir das. Er hat selbige dann auch wieder zurückgelegt und ist mit gewunkenem Gruss und den Zutaten für ein Omelett davon spaziert. Echt nett.

Erster Eindruck
Ein Stop in der Kleinstadt Mercedes, bot dann auch gleich ein Gefühl für die Umstände. Das Ambiente und die Leute machen einen sehr entspannten und aufgeräumten Eindruck. Ständig und überall ist jedermann mit einer Thermoskanne heissen Wassers und dem Becher für seinen Mate-Tee ausgerüstet. Der Kräuterhaufen in der Tasse wird immer wieder neu aufgebrüht. Man hat Zeit, plaudert und saugt am Röhrchen. Bin schon gespannt, wie das schmeckt…
Apropos plaudern, das ist hier echt mein Problem, denn kaum jemand spricht hier englisch und ich quasi kein Spanisch. Aber man hat ja Hände und Füsse und ein Patois aus italienisch und französisch hilft manchmal auch weiter…

Ein Stop in der Hauptstadt Montevideo war noch angesagt, um einen Laden zu finden, der deutsche Gasflaschen füllen kann, denn was ist schon ein (rollendes) Haus ohne funktionierende Küche. (Gefunden Paraguay Ecke Maldonado, aber vorsicht, den Laden lieber nicht mit brennender Zigarette betreten.) Noch was Gemüse besorgt und ab an den Strand. Gerade ist hier in Südamerika Feriensaison, Uruguay ein beliebtes Urlaubsland und entsprechend voll sind die Strände. Ein einsames Plätzchen zu finden, ist trotzdem gar kein Problem. Das geschändete Reisetier (drei Wochen Buenos Aires im Sommer) hat das dann auch herzlichst genossen. Rennen, Baden, Buddeln, sich ordentlich wälzen und mal richtig ausbellen. Er hat’s sich echt verdient.

Die Mitnahme eines netten und mehrsprachigen jungen Einheimischen hat mich dann in ein kleines Nest Namens Valisaz verschlagen, das entspannter nicht sein könnte. Ein ganzes Künstlerkaff, das versucht, den wenigen Touris, die durch die Szene laufen, unaufdringlich ihre Waren an zu dienen. Es wird musiziert, jongliert und kunstgeturnt.

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