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Rotorua-Geysire und Schwefelduft

Rotorua-Geysire und Schwefelduft

Rotorua-Geysire und Schwefelgeruch

Der Weg führt uns weiter nach Rotorua, eine Gegend berühmt für die Geysire, dampfenden Schwefelpools und Hotsprings. Und tatsächlich, kaum gelangen wir in das Zentrum des Örtchens, nehmen wir den Geruch von „fauligen Eiern“ wahr.

Unser aller Nasen sind nicht so begeistert davon und wir flüchten immer wieder in die örtliche Bücherei, um ans Internet ranzukommen.

Während wir Erwachsene das Netz nutzen, vergnügen die Kinder sich mit den Büchern oder mit dem Spielplatz vor Ort. Unter anderem beschließen wir eine Nacht auf dem öffentlichen Campingplatz zu verbringen, was keine gute Entscheidung war, denn der Schwefelgeruch kriecht in die letzten Winkel unseres Campervans und es ist unerträglich so zu schlafen, selbst wenn man die Decken über die Köpfe zieht. Noch so eine Nacht wollen wir nicht durchmachen und wir fahren raus aus der Stadt in die Hügel, wo wir wilde Flüße und auch einen beeindruckenden Wasserfall vorfinden.

Unter anderem werden hier die Wildwasserfahrten angeboten, und wir können schon früh am morgen einige Wagemutige beobachten, die den Wasserfall runterstürzen und johlend unten wieder auftauchen. Unmittelbar am Wasserfall gibt es auch eine kleine Höhle, die zu Kriegszeiten als Unterschlupf gedient hat und Menschen sich dahin verzogen haben und wochen- oder monatelang da drin gehaust haben.

Rotorua

In Rotorua sieht man auch wesentlich mehr Maoris als sonst irgendwo in Neuseeland und die Stadt präsentiert auch ganz bewußt die Maorikultur mit verschiedenen Veranstaltungen, die man besuchen kann. Auffällig ist eine große Polizeistation in der Stadt, die Polizei ist sehr präsent, da hier auch die Hochburg der Maorigangs sei. Rockerähnliche Biker, die sich gegenseitig bekriegen und organisiertem Verbrechen nachgehen. Wir haben diesbezüglich zum Glück keine Bekanntschaften gemacht.

Dafür finden andere Begegnungen statt, als am Abend lautes Trommeln in der Nähe zu hören ist. Ich, als Trommelbegeisterter folge den Klängen, in der Erwartung maorische Zeremonien zu finden. Ich erreiche ein Gebäude, aus denen die lauten Klänge erklingen .

Es ist eine kleine japanische Teiko-Gruppe, die sich vor Ort einmal wöchentlich trifft und gemeinsam spielt und übt. Ich werde hereingebeten und darf sogar mitmachen. Wir werden von einer Japanerin angeleitet, die uns verschiedene Rhythmuskombinationen zeigt, die auch gleich üben. Das hat mir natürlich richtig Spaß gemacht.

Japanisches Teiko in NZ, wer hätte das gedacht.

Zu den Geysiren gibt es soviel zu berichten, dass der Ort an dem die Geysire sind, so touristisch ausgeschlachtet sind, dass da Horden von Menschen durchgeschleust werden. Vor allem sind ganz viele Chinesen, die Chaka-mässig durch das Areal geführt werden.

Der Hauptgeysir kommt ungefähr stündlich rausgeschoßen und spritzt eine 30 Meter hohe Fontäne hinaus. Ohne diese Massen von Menschen und total überteuerten Preisen, war dies mal bestimmt ein besonderer Ort. Diesen Spirit hat es nicht mehr.

Der eigentliche Spirit von Rotorua liegt in den vulkanischen Ursprüngen verborgen, zahlreiche hotsprings und mud pools, die meisten davon vermarktet, aber ein paar wenige auch kostenfrei. Wer nach Outdoor Entertainment Ausschau hällt lässt dieser Platz keine Wünsche offen, von Rafting bis zum „Herunterrollen der Hügel“in einer gigantischen Plastikkugel, die mit Wasser gefüllt ist und vieles vieles mehr.

Wie gesagt hat alles seinen Preis, aber manchmal muss man eben Prioritäten setzen.

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